Es ist nachts um elf, irgendwo in Mumbai, an der reichsten Straße der Stadt, in einem namenlosen Club. Ich sitze auf einem Barhocker am Rande der Tanzfläche, neben mir mein Kollege. Meine indischen Freunde sind schon nach Hause gefahren. Bei Mädels sind die Väter hier sehr streng, und meine beste Freundin hat schon wieder Ärger bekommen. Nachdenklich schiebe ich meine Flasche Bacardi Breezer auf dem indirekt beleuchteten Tisch hin und her und lausche der Musik. Hiphop, amerikanisch, dann wieder indische Popmusik. Ich schaue sehnsüchtig den Tänzern zu, mein Kollege möchte nicht tanzen. Und allein? Ich weiß nicht. Ich denke über meine Zeit kurz vor dem Abitur nach, ich hatte Standard-Latein-Tänze gelernt und bewegte mich unheimlich gern zur Musik. Davon ist auch heute noch vieles da. Aber beim Herumhüpfen auf der Tanzfläche in einem Club komme ich mir seltsam vor. Ich nippe noch einmal an meinem Breezer, und komme zu einem Entschluss. Mit einem Grinsen auf dem Gesicht stehe ich auf und werfe mich direkt ins Getümmel. Die indischen männlichen Tänzer lachen mir zu und tanzen mit mir. Eine junge Frau kommt auf mich zu und flüstert mir etwas ins Ohr. Ist es Hindi? Ist es Englisch? Keine Ahnung, ich verstehe jedenfalls nichts. “I don’t understand”, brülle ich, aber sie lacht nur und nimmt mich an die Hand. Sie wirbelt mich herum und stellt mich tanzend ihren Freundinnen vor. Alle begrüßen mich mit einem freundlichen Lachen und einem Hüftschwung. Mit einem Mal wird mir klar, dass hier die Nationalität überhaupt keine Rolle spielt. Ich bin glücklich, wie lange nicht mehr. Setze ich mich für eine Minute hin, werde ich schon wieder auf die Tanzfläche gezogen. Selbst als sich die Riemchen meiner Sandale von der Sohle lösen, achte ich nicht darauf, ich tanze weiter und weiter. Erst um zwei Uhr morgens steht die indische Polizei vor der Tür und schließt den Club. Es ist wie ein Aufwachen aus einem Traum, um wieder in einen anderen Traum einzusteigen.
Hach ja. Die Reaktionen auf mein neues Auto sind eigentlich alle gleich. “Wow, sieht der super aus”. Oder “Jetzt musst du aber auch ständig einen Hosenanzug tragen.”
Im Grunde war mein Bruder der Antrieb, sich gerade diesen Wagen zu kaufen, den neuen Renault Mégane 5-Türer. Wir hatten ihn im Internet gesehen und fanden ihn auf Anhieb toll. Wie ein Raubtier, das zum Sprung ansetzt, liegt er auf der Straße. Er fährt sich auch gut. Die Lenkung geht federleicht, man kann super lange Strecken fahren ohne ein krummes Kreuz zu bekommen und es passt viel Kram rein. Letzte Woche bin ich mit DigiTalk nach Würzburg zu Haramis gefahren, das sind in etwa 500km. Eigentlich bin ich nur zwischendurch auf den Rastplatz gefahren, damit die eigens geschmierten Brötchen nicht fies werden.

Ich liebe mein Auto, und will es um keinen Preis der Welt wieder hergeben
Ich nenne ihn Jacques-Henri. Ein Franzose braucht natürlich einen französischen Namen! Wir haben auch extra ein paar französische Songs auf der Fahrt gespielt
Mein Freund meint, ich soll ab jetzt immer mit Fenster auf fahren, mit Ellbogen aus dem Fenster, Prolloverhalten für ein Prollauto, natürlich mit voller Lautstärke HipHop hörend (naja – nicht so mein Fall), aber ich habe abgelehnt. Mein Wagen hat ja schließlich eine Klimaanlage. Die Fenster sind nur Deko
In Indien habe ich jemanden kennengelernt, der erst im Nachhinein etwas wirklich “Besonderes” wurde. Ich denke oft über ihn nach, nicht, weil er mir besonders gefällt, sondern weil er etwas getan hat, wovon ich nicht weiß, ob ich es bewundern oder als Blödsinn abtun soll.
Viele Menschen wissen, dass in Indien noch das Kastendenken herrscht. Die Leute heiraten nur in ihrer eigenen Kaste, suchen sich also mit Absicht einen Partner, der der eigenen Kaste angehört – wenn sie es sich denn überhaupt aussuchen dürfen. In der Regel sind die Heiraten arrangiert, wie im Mittelalter in diversen Königshäusern. Und genau da liegt das Problem. Auch in Indien fällt die Liebe irgendwohin, ungeordnet, ohne Kastenschema. Und da ist es leicht, dass jemand aus der einen Kaste sich in jemand anders aus einer anderen Kaste verliebt. Selbst in meiner verhältnismäßig kurzen Zeit, die ich dort verbrachte, habe ich einige Dramen mitbekommen. Ich habe mühsam versucht, mich herauszuhalten, und Kritik am Kastenschema herunterzuschlucken. Das ist mir oftmals nicht gelungen, die Leute klagten mir ihr Leid. So auch mein Freund, von dem ich hier erzählen möchte. Da ich ihn nicht bloßstellen möchte, nenne ich ihn in meiner Geschichte Sam. Sam ist verliebt, schon seit ein paar Jahren. Das Mädchen ist seine beste Freundin, sagt er jedenfalls. Er würde am Liebsten Tag und Nacht bei ihr sein. Er tut alles für sie, führt sie zum Essen aus, tröstet sie, wenn sie Probleme mit ihren Eltern hat und versucht, ihr das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Doch irgendwann steht er vor ihrem Haus und möchte ihren Vater fragen, ob er sie heiraten darf. Er findet ihn nicht, aber seine Freundin merkt, dass er da ist und ist schrecklich wütend. Ihr Vater ist streng, und er mag keinen männlichen Besuch bei sich zu Hause, egal was er dort will. Sam ist tief getroffen und trifft eine Entscheidung, die mit Sicherheit sein Leben verändert. Er kündigt seinen Job und zieht in einen anderen indischen Staat, lässt alles hinter sich, um ein neues Leben anzufangen, nur damit sie wegen ihm nicht mehr Scherereien bekommt. Angesichts der Tatsache, dass Mumbai 12 Millionen Einwohner hat, und es damit recht schwer sein dürfte, ein und dieselbe Person (ohne vorher ausgemachtem Treffpunkt) zweimal über den Weg zu laufen, ist das schon ein starkes Stück.
Bevor er in diesen anderen Staat zog, rief er mich an, mehrmals (das dürfte recht teuer geworden sein von Asien nach Europa), und schrieb Emails und SMS. Er fragte um Rat. Ich sagte ihm, er sollte sich das überlegen, das ist doch Blödsinn, warum sollte sie wollen, dass er umzieht? Was ist mit seiner Familie, seinem Job, seinen Freunden? Er meinte, ohne seine Freundin hätte auch der Kontakt zu anderen keinen Zweck mehr.
Irgendwann schrieb er, dass er nun seine Koffer packt und geht, und dass auch Gott keinen anderen Ausweg für ihn hätte. Das war seine letzte Email. Er meldet sich nicht mehr. Ich überlege mir, wo er ist, was er macht, und ob es ihm gut geht. Und ob ich für meine große Liebe auch soweit gehen würde. Ich bin anders aufgewachsen, ich darf lieben und heiraten wen ich will. Andere Leute haben nicht soviel Glück. Würde ich dasselbe tun, um meine Liebe zu schützen? Bollywoodfilme sind wohl doch nicht so übertrieben, wie ich gedacht habe. Solche Dinge passieren.
Hier ein Stöckchen, das ich bei Ricarda gefunden und einfach mal frech mitgenommen habe.
Hier die Anleitung: Bei der Google-Suche einfach “Dein Name braucht” (immer mit Anführungszeichen) eingeben und die ersten 10 Treffer abschreiben – gerne gesehen sind hierzu kleine Anmerkungen, die jedoch nicht unbedingt sein müssen.
Okay, dann fangen wir mal an!
1. Kerstin braucht weder eine DTM / dtm -Haarschneidegenehmigung noch sonst eine Genehmigung einzuholen.
Okay. Wer meldet sich freiwillig zum Haareschnipseln? Harhar, auch ein Hobby das ich noch nicht ausprobiert habe ![]()
2. Kerstin braucht eine Pflegefamilie.
Ist ja herzallerliebst. Aber ich bin mit meiner Familie mehr oder weniger zufrieden…
3. Kleines doofes Kerstin braucht Hilfe bei der Mitgliedschaft.
Ähm, okay. Dabei liebe ich es, Formulare auszufüllen. Klein stimmt allerdings, doof? Vielleicht. Aber nicht zu doof, sich keine Hilfe zu holen. ![]()
4. Kerstin braucht die “Action” um sie herum.
Stimmt. Ich langweile mich schnell.
5. Das fickgeile Studentenluder Kerstin braucht es deftig hef …
Weiter geht dieser Satz nicht. Ist vielleicht besser so.
6. Kerstin braucht Streicheleinheiten.
Au ja! Ich versuche auch zu schnurren, okaaaaay?
7. Kerstin braucht Sex, wie manche andere Menschen Sport als Ausgleich zur Arbeit betreiben, aber viele Männer fühlen sich durch Kerstin eingeschüchtert.
Achso, deswegen fühlen sich die wenigsten Männer zu mir hingezogen. Und ich dachte es liegt an meinem quasi tonnenschweren Gewicht! So kann man sich täuschen.
8. Kerstin braucht keinen Reiseführer in München, weil.
Ja, weil? Ich meine, ich war schonmal da, aber einen Reiseführer bräuchte ich schon, denke ich.
9. Kerstin braucht die Hilfe von Raul weil sie sonst niemanden hat und Jasemin als betrogene Ehefrau kann da nicht einfach so zusehen.
Wer ist Raul? Und wer ist Jasemin? Und wer ist eigentlich Paul?!
10. Kerstin braucht eine einfache Möglichkeit sie zu dehnen, damit sie diese Muskeln ebenfalls als Eigentraining zu Hause dehnen kann.
Wo wir wieder beim Bettsport wären.
Ich werf das Stöckchen dann einfach mal weiter.
DigiTalk, Fass!
Haramis, hol das Stöckchen!
Und, weils so schön war, Konna, braves Hundi!
Wer sich sonst noch angesprochen fühlt, darf natürlich auch das Stöckchen mitnehmen
Das ist das erste Mal, dass mir ein Stöckchen zugeworfen wurde. Na, dann werde ich DigiTalk wohl diesen Wunsch erfüllen…
Es geht darum, zufällige Musiktitel als Antworten auf Fragen zu verwenden.
Hier sind die Regeln:
1. Schalte in deinem WinAmp, iTunes, Windows Media Player, MediaMonkey etc. den Zufallsmodus (Shuffle/Random) ein.
2. Gehe für jede Frage einen Titel weiter, um die Antwort zu bekommen.
3. DU MUSST DEN LIEDTITEL ALS ANTWORT SCHREIBEN, EGAL WIE DUMM ES KLINGT.
4. Wirf das Stöckchen weiter an wen du willst.
5. Bennene diesen Beitrag mit dem Namen des letzten Songs in der Liste.
1. If someone asks “are you okay” you say…?
Born to Run (Suzi Quatro)
Naja, ich laufe manchmal, um abzunehmen, aber es ist nicht unbedingt mein Lebensziel…
2. How would you describe yourself?
Torsten Schmidt (Annett Louisan)
Hilfe! Ich bin immer noch eine Frau, ja???
3. What do you dream about?
Kab Tak Cuhup Rahoogemitwa bh
Wer weiß, was das heißt, kriegt ein Eis! Versprochen!
4. How do you feel today?
Zum Sterben schön (Hans Zimmer)
Naja, Sterben grad nicht, aber das Wetter ist toll und ich habe Urlaub! Okay, vielleicht doch…? Man sagt ja, man soll aufhören, wenns am Schönsten ist…
5. What do you look for in a guy/girl?
Wishmaster (Nightwish)
Klar, er sollte jeden Tag in der Küche stehen und mir etwas Tolles zaubern ![]()
6. What is your life’s purpose?
Drifting (Enya)
*Im Wörterbuch nachschau* Joa, Treibenlassen klingt super. Aber ich bin eher die Karrierefrau…
7. What’s your motto?
Wovon träumst du nachts (Roger Cicero)
ROFL, der war gut! Tja, Winamp meint, das soll ich euch nicht sagen ![]()
8. What do your friends think of you?
All Fall Down (OneRepublic)
Hab ich Haarausfall? Ist es das, was ihr denkt? Ich bin enttäuscht von euch ![]()
9. What do your parents think of you?
Have you Ever Really Loved a Woman (Un Regalo Que Te Dio La Vida, Il Divo)
Achso, sie glauben ich wäre lesbisch, obwohl ich einen Mann als Partner habe? Ist ja interessant…
10. What do you think about very often?
She ain’t right for You (Macy Gray)
Wen kenne ich, der vergeben ist, und dessen Freundin ich nicht mag? Keinen! Oder ist das hier wieder das Lesbenthema?
11. What do you think about your first kiss?
Opening mit Horst Schlämmer (Hape Kerkeling)
Also wirklich! Das reicht jetzt! Mein erster Kuss war schön und mit einem sehr lieben (und hübschen!) Mann ![]()
12. What do you think of your best friend?
Crawling – Live in Texas (Linkin Park)
Also, weder mit DigiTalk noch mit Nina habe ich jemals Herumkrabbeln gespielt…
13. What is your life story?
Chancenlos (Annett Louisan)
Hey, ich habs trotzdem zu etwas gebracht! Glaub ich jedenfalls…
14. What do you want to be when you grow up?
Like I never Loved You At All (Take That)
Wen ich damit wohl meine …
Ob man will oder nicht, irgendwann stolpert man über sogenannte Frauenzeitschriften, und mit Pech blättert man auch ein bisschen darin herum. Was trägt Heidi Klum auf dem Catwalk? Britney Spears im Drogenrausch! Wie werde ich besser im Bett? Solche und andere blödsinnige Themen springen einen geradezu an, und man fragt sich, sind wir Frauen wirklich so dumm und oberflächlich? Gibt es noch andere Themen neben Make-Up und Kochrezepten? Man kann sagen, wenn es dich nicht interessiert, lies es nicht. Aber jetzt wirds noch schlimmer: “Frauenseiten” im Internet! Ob www.fem.com, womenweb.de oder wie sie alle heißen – man wird förmlich überschwemmt. Im langweiligen Nachmittagsprogramm im TV wird dafür Werbung gemacht.
Emanzipation? Ja, aber das machen die anderen. Ich nehm mir lieber die goldene Kreditkarte meines ach so gutverdienenden Mannes, gehe mir ein paar Schuhe kaufen (gegen den Frust der Langeweile als Hausfrau) und gehe dann Mittagessen kochen.
Gibt es keine anderen Karrieren für Frauen? Warum müssen solche Klischees sein? Leichte Verwirrung macht sich breit. Frauen mit gutbezahlten Jobs müssen ja schon abschreckend wirken auf Männer, denn sie sind ja nicht normal (und schnappen sich nen Millionär, lassen sich schwängern usw. – und das schon mit 15, möglichst).
Neulich hat mich DigiTalk daran erinnert, dass ich noch gar nicht die Geschichte vom Sack gebloggt habe. Die Geschichte vom Sack war das wohl seltsamste Erlebnis in Indien.
An einem heißen Wochenende saß ich in meinem Apartment und ahnte nichts Böses, als plötzlich jemand an meiner Tür klingelte. Der Portier, der Hausbesitzer und noch jemand standen vor der Tür, der Unbekannte mit einem großen Kartoffelsack in der Hand. Alle typisch indisch freundlich lächelnd. Ich wollte noch protestieren, aber schon standen sie bei mir mitten im Wohnzimmer. Mit dem Sack. Der Portier fing an zu erklären. “Miss Kerstin, something religious….” Ich guckte nur blöd, und schon verschwanden die drei in meinem Schlafzimmer. Leicht schaudernd folgte ich ihnen, um mit anzusehen, dass der Unbekannte den Kartoffelsack auf meinen Kleiderschrank legte. Ich sagte aber nichts. “Thank you, Madam”, würgten die drei noch heraus und gingen wieder. Ich schlich ins Schlafzimmer und begutachtete meinen Schrank. Ich stellte mich auf mein Bett um besser sehen zu können. Es war ein Sack. Ich wollte ihn nicht anrühren.
Ich schrieb Shaan eine SMS. “There is a big bag on the top of my wardrobe, plz help!” Zurück kam: “????” Das hatte ich mir schon gedacht.
Ich rief Seema an. “Hey, Deepak and two others came and they put a big bag, or a sack, for potatoes or something, onto my wardrobe. They said it is something religious. What do you mean?” Sie war etwas irritiert. “I never heard anything about that. I will come and help you!”
Zwei Stunden später standen wir beide vor dem Schrank. Seema kletterte aufs Bett und schaute darauf. Dort lag der Sack immer noch. “There are some big ants in my apartment, perhaps they are in the bag!”, sagte ich. Sie zuckte nur mit den Schultern. Todesmutig griff sie nach dem Sack und holte ihn herunter. Sie öffnete ihn und schaute hinein. “It’s empty.” Ich durfte mich selbst davon überzeugen. Sie sagte mir, sie hätte den Sack einfach weggeworfen. Ich war mir nicht sicher, vielleicht gab das einen bösen Hindufluch oder sowas. Und das in meinem Schlafzimmer! Wir einigten uns darauf, den Sack einfach wieder auf den Schrank zu legen und ab jetzt zu ignorieren. Seema versuchte mich noch zu trösten. “Let’s go shopping, dear.” Damit war der Fall erledigt.
Ich habe mich sehr auf den heutigen Tag gefreut, denn heute würde ich mir mein neues Auto aussuchen. Im Grunde bin ich nicht viel schlauer als vorher. Aber es gibt schicke Wagen, wirklich. Und die 2500 Euro Abwrackprämie nehmen wir natürlich auch mit, klar.
Zuerst schauten wir bei Opel vorbei, denn ich hatte mich ja in den neuen Opel Corsa verguckt. 5-Türer gibts im Moment nur in Dunkelblau, die Dreitürer in jeeeeeder Farbe. Toll. Probefahrt gemacht, prima. Gas muss man nur kurz antippen dann schießt er schon vorwärts. Nur beim Auffahren auf die Autobahn ist er ein bisschen schwerfällig, oder kommt mir das nur so vor, weil mein alter Wagen einen Turbolader hatte?
Die nächste Station war Dacia und Renault. Der Dacia Sandero war nicht ganz so grottenhässlich wie der Dacia Logan, aber immer noch potthässlich. Wer hat sich so etwas nur ausgedacht? Der Designer gehört erschossen (hups, wo wir wieder beim Thema Killerspiele wären
). Naja schlimmer als der Fiat Multipla ist er nicht, das stimmt schon. Und dann – der Megawagen. Renault Mégane. Er sieht in echt noch protziger aus als im Internet. Genau mein Ding! In Grafitschwarzmetallic oder so stand er da. Platz satt, auch im Kofferraum, schöne lange Schnauze und absolut kundentauglich. Problem ist der Preis, nach allen Abzügen 13.775 Euro, wurde mir vorgerechnet. Seufz! Aber dafür nach meinen Wünschen, mit Metalliclackierung und allem Pipapo, Klimaanlage usw. Ich hätte gerne eine Probefahrt gemacht, aber da muss man sich vorher anmelden. Ich werd versuchen, in den nächsten Tagen eine Probefahrt zu starten.
Zum Spaß waren wir dann noch bei Chevrolet. Ist das jetzt eigentlich ein Ami? Mir gefiel der Aveo, ich würde sagen, das ist ein kleiner Mittelklassewagen. Probefahrt gemacht und für schlecht befunden. Irgendwie wirkte er, als würde er beim nächsten Windstoß umkippen auf der Autobahn. Schade eigentlich, er sah schon sehr sexy aus.
Ich wanke also zwischen Corsa und Megane. Aber da werde ich noch ein paar Nächte drüber schlafen müssen.
Ja, ich mag Computerspiele, naja, eigentlich nur eins, und zwar World of Warcraft. Warum muss man sich eigentlich dafür schämen? Ist mir etwas schleierhaft. Ja, ich habe diverse Sendungen á la Frontal 21 (der Lacher unter Gamern) gesehen. Was in den Medien erzählt wird, ist grotesk. World of Warcraft ist ein Killerspiel! Killerspiele lassen unschuldige Kinder Amok laufen! Computerspieler sind asozial und haben keine Freunde! Ein eindeutiger Kanon. Was früher nur für Counterstrike galt, wird heute auf alle Computerspiele pauschalisiert. Hauptsache, man hat in der Erziehung alles richtig gemacht. Der Computer ist alles Schuld! Mittlerweile gelten Spieler auch als süchtig. Ich denke, jeder Computerspieler hat schon diversen Leuten gehört, sie wären “süchtig”. Es gibt sogar sch0n entsprechende Therapien.
Dass auch gebildete Leute mit Erfolg im Job am Computer spielen und das Ganze als ein Hobby sehen, wird einfach ignoriert. Computerspiele sind doch böse und asozial und größtenteils arbeitslos..? Denkste. Wer einmal gespielt hat und sich mit anderen Leuten unterhalten hat die es auch spielen, wird eines Besseren belehrt. Die meisten Spieler, die ich kenne, spielen zur Entspannung, und als Hobby. Wie andere Leute vielleicht Fußball spielen oder Bücher lesen. Es ist immer eine Frage, was man daraus macht.
Klar, es gibt Kinder und Jugendliche, die nichts anderes tun als von morgens bis abends zu spielen. Aber da ist das Computerspielen sicherlich ein Symptom und keine Ursache. Traurige Gestalten, die vielleicht in der Schule gemobbt werden und in der Familie ebenfalls keine Anerkennung finden, flüchten sich in solche Spiele, die einem eine heile Welt vorspielen und in der man Erfolge ganz einfach erreichen kann.
In diversen Spielforen werden unregelmäßig Umfragen durchgeführt, für Magister- oder Diplomarbeiten oder was auch immer. Ergebnisse sieht man entweder gar nicht oder kurz in demselben Forum zusammengefasst. An die Öffentlichkeit gehen die Autoren nicht. Warum? Es wäre sicherlich ein Skandal, wenn herauskäme, dass die Medien Unrecht haben.
Es macht mich etwas traurig, dass ich mich nicht traue, “Computerspielen” neben Öl- und Aquarellmalerei als Hobby anzugeben. Man wird schnell abgestempelt. Dass ich durchaus Freunde habe (die übrigens selbst nicht spielen) und im Allgemeinen ein kommunikativer Mensch bin, einen gutbezahlten Job und sogar einen Titel habe, gerät dann schnell in den Hintergrund. “Was? Du spielst WoW? Das hätte ich nicht von dir gedacht.” – So etwas habe ich nicht nur einmal gehört. Ich habe mir angewöhnt, solche Dinge erst zu erwähnen, wenn man auch meine “normale” Seite kennt. Vielleicht ist das die beste Strategie.

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