8. Tag – Colaba

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Für den Sonntag haben wir uns einen Fahrer kommen lassen, von der Firma, jener, welcher uns während der Woche immer zur Arbeit gebracht hat. Er sollte mit uns eine Rundreise durch Colaba machen. Colaba ist der Stadtteil, in dem sich das berühmte „Gate of India“ befindet. Etwa eine Stunde brauchten wir dorthin. Je weiter wir kamen, desto besser wurden die Straßen, und wir kamen sogar an Ampeln vorbei, die von den Leuten beachtet wurden. Allein die Fahrt war ein Erlebnis. Hochhäuser neben niedrigen Häuschen mit eingeschlagenen Fensterscheiben, bei denen man sich fragte, ob doch noch jemand dort wohnt. Irgendwann kamen wir an der Küste vorbei. Das arabische Meer! Mitten in einer Bucht war ein großer Tempel. Vielleicht würden wir den auch bald besuchen.

Tauben

Aber erst einmal ging es zum Gate of India, ein großer Prachtbau direkt am Meer, leider gerade inmitten einer Baustelle. Auf einem großen Platz vor dem Gate lagen (wohl mit Absicht) Körner verstreut, um die Tauben für die Touristen anzulocken. Wir sahen auch die Boote, die zu den Elephanta Caves fahren – wir würden aber ein andermal mitfahren.

Gate of India

Danach sahen wir uns einen kleinen Bazar an, aber das war wie ein Spießrutenlauf. Ständig hörte man von allen Seiten: „Look here! Good stuff!“ Einmal fasste mich eine dürre Frau an, mit einem Baby auf dem Arm, und redete mit mir, sie wollte offensichtlich Geld haben. Ich bekam es fast mit der Angst zu tun. In einem Laden sah ich schöne Schals, für umgerechnet 1,50 Euro, angeblich Seide. Aber ich würde mit dem Ladenleerkaufen noch etwas warten.

Nächste Station war die Bucht, mit einem schönen Blick auf die Stadt. Ich wunderte mich, dass das Meer nicht nach Salz roch. Es roch fast gar nicht. Oder waren meine Sinne nur abgestumpft? Ein Mann hatte einen kleinen Affen an der Leine. Das Tier zerrte mit den dürren Fingern an der Leine und schaute den Mann bittend an. Das Äffchen tat mir Leid. Der Mann fragte uns, ob wir gerne den Affen tanzen sehen würden. Ich hielt den Mann für einen Touristenfänger, der uns dann gerne sehr viel Geld abnehmen würde, und ich glaubte nicht, dass der Affe freiwillig tanzen würde, also lehnten wir ab. Ich hätte das Tier lieber in den Bäumen herumhüpfen sehen.

Der alte Mann und das Meer - Shaam weiß warum!

Es wurde mir mittlerweile zu heiß und mir wurde schwindelig, so dass ich den Garten auf der anderen Seite der Bucht nicht richtig genießen konnte. Ein Garten, offensichtlich errichtet von den englischen Kolonialherren, sehr gepflegt, teilweise mit atemberaubenden Ausblick auf die Bucht. Auf jeden Fall eine Reise wert, wenn man mit der Hitze klarkommt!

Blick über die Bucht

Wir ließen den Tag an einem „cool place“ ausklingen – das ist jedenfalls, was ich dem Fahrer sagte, wo ich hinmöchte. Es war eine Shoppingmall! Dort genehmigte ich mir eine Pizza, vegetarisch. Mir hat noch keine Pizza so gut geschmeckt. So langsam wurde das indische Essen gewöhnlich. Allerdings muss man in Shoppingmalls aufpassen, wenn man auf die Toilette muss – Thema Klopapier. Das gibts da nämlich manchmal nicht.

Vielleicht werde ich später interessantere Bilder adden, die mein Kollege geschossen hat. Er fotografiert besser als ich 😉

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