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	<title>HappyKerky International &#187; Kultur</title>
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	<description>Neues aus und über Indien</description>
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		<title>Slumdog Millionaire</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 20:03:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happykerky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Für einen richtigen Indien &#8211; bzw. Mumbai-Blog gehört es sich doch eigentlich, etwas über den mehrfach Oscargekrönten Film &#8220;Slumdog Millionaire&#8221; zu schreiben. Ich hatte nie die Zeit gefunden, ihn mir anzuschauen, aber heute war es soweit. In meiner neuen Wohnung, mit neuem Fernseher und Blu-Ray-Player, habe ich mich auf mein rotes Sofa gefläzt und mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für einen richtigen Indien &#8211; bzw. Mumbai-Blog gehört es sich doch eigentlich, etwas über den mehrfach Oscargekrönten Film &#8220;Slumdog Millionaire&#8221; zu schreiben. Ich hatte nie die Zeit gefunden, ihn mir anzuschauen, aber heute war es soweit. In meiner neuen Wohnung, mit neuem Fernseher und Blu-Ray-Player, habe ich mich auf mein rotes Sofa gefläzt und mir den Film angeschaut. Ganz allein, wie es eigentlich nicht meine Art ist. Eigentlich schaue ich am Liebsten Filme, wenn ich mit jemand auf dem Sofa sitze und meinen Kopf auf dessen Schulter legen kann. Aber so konnte ich mich ganz der Geschichte hingeben, und nach den ersten zehn Minuten fühlte ich mich direkt in meine Zeit in Indien zurückversetzt, mit all den Schrecken und all der Faszination.</p>
<p>Der Film handelt von einem kleinen Jungen aus den Slums, der mit seinem Bruder zusammen das Leben meistert und später bei &#8220;Wer wird Millionär&#8221; die schwierigsten Fragen beantwortet. Zwischenzeitlich landet er in einem Waisenhaus, in dem die Kinder zum Betteln auf die Straße geschickt werden und größtenteils mit Absicht verstümmelt werden, um das Mitleid der Reichen zu erregen. Bevor ich nach Indien flog, hatte man mich vor diesen Kindern gewarnt. Wenn ich ihnen Geld geben würde, würde diese Praxis noch weiter verfolgt, so würden immer mehr Kinder verstümmelt. Einmal fuhr ich mit einer Riksha, und in einem der vielen Staus lief eine Frau mit einem jungen Mann herum, er war nur mit einer Hose bekleidet, und sein rechter Arm war bis zur Schulter verschwunden. Ich habe ihn nur angestarrt und wusste nicht, was ich tun sollte. Den ganzen Weg sprach ich nicht mehr mit meiner Begleiterin.</p>
<p>Der unmenschliche Verkehr, die vollen Bahnhöfe, die Züge und die Menschen, all das erinnerte mich an meine Zeit. Reichtum neben Armut, Korruption, Gewalt, das volle Programm. Wer noch nie in Mumbai war, sollte sich diesen Film ansehen. Er wird mich verstehen.</p>
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		<title>Wilde Reise durch die Nacht</title>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 10:23:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happykerky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern habe ich mir ein schönes Schaumbad gemacht und habe ein neues Buch aufgeschlagen, &#8220;Wilde Reise durch die Nacht&#8221; von Walter Moers. Am Interessantesten ist eigentlich die Entstehungsgeschichte dieses Buchs; der Autor hat sich alte Holzstiche von Gustave Doré vorgenommen und um sie herum eine Geschichte erfunden. Eine interessante Variante, muss ich sagen, und auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich mir ein schönes Schaumbad gemacht und habe ein neues Buch aufgeschlagen, &#8220;Wilde Reise durch die Nacht&#8221; von Walter Moers.</p>
<p><img src="http://img41.imageshack.us/img41/2579/31536.jpg" alt="Wilde Reise durch die Nacht" /></p>
<p>Am Interessantesten ist eigentlich die Entstehungsgeschichte dieses Buchs; der Autor hat sich alte Holzstiche von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gustave_Dor%C3%A9">Gustave Doré</a> vorgenommen und um sie herum eine Geschichte erfunden. Eine interessante Variante, muss ich sagen, und auch sehr gelungen. In der Tat sind diese Stiche sehr fantasieanregend, mit Fabelwesen, Rittern und ab und zu sogar Planeten.</p>
<p><img src="http://randomknowledge.files.wordpress.com/2007/01/592px-orlando_furioso_20.jpg" alt="Beispiel" /></p>
<p>Es geht in dieser Geschichte um einen 12jährigen Jungen namens Gustave Doré (welch Zufall!), der mit seinem Schiff von einem Siamesischen Zwillingstornado (typisch Walter Moers!) verschlungen wird und dort dem Tod begegnet. Er macht mit ihm eine Wette um sein Leben aus, wenn er sechs fantastische Abenteuer in einer Nacht besteht, darf er weiter auf Erden wandeln&#8230; Das Ganze ist mit dem Moers-typischen Witz gewürzt, die Geschichte ist bis zum Schluss in sich stimmig, man leidet mit, man freut sich, das Buch fesselt so lange, bis man es ausgelesen hat. </p>
<p>Als ich aus der Wanne stieg, war meine Haut schon ganz schrumpelig <img src='http://www.happykerky.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  </p>
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		<title>Die Geschichte vom Sack</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 08:01:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happykerky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich hat mich DigiTalk daran erinnert, dass ich noch gar nicht die Geschichte vom Sack gebloggt habe. Die Geschichte vom Sack war das wohl seltsamste Erlebnis in Indien. An einem heißen Wochenende saß ich in meinem Apartment und ahnte nichts Böses, als plötzlich jemand an meiner Tür klingelte. Der Portier, der Hausbesitzer und noch jemand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich hat mich <a title="DigiTalk" href="http://blog.sallge.com" target="_blank">DigiTalk</a> daran erinnert, dass ich noch gar nicht die Geschichte vom Sack gebloggt habe. Die Geschichte vom Sack war das wohl seltsamste Erlebnis in Indien.</p>
<p>An einem heißen Wochenende saß ich in meinem Apartment und ahnte nichts Böses, als plötzlich jemand an meiner Tür klingelte. Der Portier, der Hausbesitzer und noch jemand standen vor der Tür, der Unbekannte mit einem großen Kartoffelsack in der Hand. Alle typisch indisch freundlich lächelnd. Ich wollte noch protestieren, aber schon standen sie bei mir mitten im Wohnzimmer. Mit dem Sack. Der Portier fing an zu erklären. &#8220;Miss Kerstin, something religious&#8230;.&#8221; Ich guckte nur blöd, und schon verschwanden die drei in meinem Schlafzimmer. Leicht schaudernd folgte ich ihnen, um mit anzusehen, dass der Unbekannte den Kartoffelsack auf meinen Kleiderschrank legte. Ich sagte aber nichts. &#8220;Thank you, Madam&#8221;, würgten die drei noch heraus und gingen wieder. Ich schlich ins Schlafzimmer und begutachtete meinen Schrank. Ich stellte mich auf mein Bett um besser sehen zu können. Es war ein Sack. Ich wollte ihn nicht anrühren.</p>
<p>Ich schrieb Shaan eine SMS. &#8220;There is a big bag on the top of my wardrobe, plz help!&#8221; Zurück kam: &#8220;????&#8221; Das hatte ich mir schon gedacht.</p>
<p>Ich rief Seema an. &#8220;Hey, Deepak and two others came and they put a big bag, or a sack, for potatoes or something, onto my wardrobe. They said it is something religious. What do you mean?&#8221; Sie war etwas irritiert. &#8220;I never heard anything about that. I will come and help you!&#8221;</p>
<p>Zwei Stunden später standen wir beide vor dem Schrank. Seema kletterte aufs Bett und schaute darauf. Dort lag der Sack immer noch. &#8220;There are some big ants in my apartment, perhaps they are in the bag!&#8221;, sagte ich. Sie zuckte nur mit den Schultern. Todesmutig griff sie nach dem  Sack und holte ihn herunter. Sie öffnete ihn und schaute hinein. &#8220;It&#8217;s empty.&#8221; Ich durfte mich selbst davon überzeugen. Sie sagte mir, sie hätte den Sack einfach weggeworfen. Ich war mir nicht sicher, vielleicht gab das einen bösen Hindufluch oder sowas. Und das in meinem Schlafzimmer! Wir einigten uns darauf, den Sack einfach wieder auf den Schrank zu legen und ab jetzt zu ignorieren. Seema versuchte mich noch zu trösten. &#8220;Let&#8217;s go shopping, dear.&#8221; Damit war der Fall erledigt.</p>
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		<title>Mehndi</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 09:26:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happykerky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Abschluss meiner Reise habe ich mir ein Mehndi, ein Henna-Tattoo, auf meine Hände auftragen lassen. Seema wollte, dass ich behaupte, dass sie es gemalt hat, aber es war tatsächlich in einem Einkaufszentrum]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Abschluss meiner Reise habe ich mir ein Mehndi, ein Henna-Tattoo, auf meine Hände auftragen lassen. Seema wollte, dass ich behaupte, dass sie es gemalt hat, aber es war tatsächlich in einem Einkaufszentrum <img src='http://www.happykerky.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><img src="http://img210.imageshack.us/img210/4020/1000413od0.jpg" alt="Arbeitende Künstlerinnen" /></p>
<p><img src="http://img212.imageshack.us/img212/4991/1000417mc5.jpg" alt="Handfläche" /></p>
<p><img src="http://img210.imageshack.us/img210/3002/1000416xj1.jpg" alt="Handrücken" /></p>
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		<title>Dürfen Weiße indische Kleidung tragen?</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Sep 2008 09:44:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happykerky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt. In Büchern habe ich gelesen, &#8220;Um Gottes Willen, nein! Inder mögen das nicht&#8221;. Weiße habe ich hier in Indien während meines 2monatigen Aufenthalts nur zweimal gesehen, und keinen mit indischen Klamotten. Also musste ein Selbstversuch her. Seema hat mich schon öfter gebeten, doch mal freitags meinen Salwar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt. In Büchern habe ich gelesen, &#8220;Um Gottes Willen, nein! Inder mögen das nicht&#8221;. Weiße habe ich hier in Indien während meines 2monatigen Aufenthalts nur zweimal gesehen, und keinen mit indischen Klamotten. Also musste ein Selbstversuch her.<br />
Seema hat mich schon öfter gebeten, doch mal freitags meinen Salwar Kameez zu tragen, im Büro. Okay. Sie ist Inderin, sie muss also wissen, wie die Inder reagieren. Am Donnerstag wollten wir uns mit Sandeep treffen, das sollte mein erster Versuch werden. Meinen Salwar ließ ich im Apartment, das war dann doch etwas zuviel, ich zog einfach meine schwarze Hose an. Ein Kameez, eine Dupatta, und ein schickes Armband, das ich mir neulich geleistet habe, fertig war mein Indienlook. Das Erste was mir auffiel war, dass es Indern sofort auffällt. Sandeep war begeistert. Er sagte es sieht gut aus und fragte ob er mich heiraten darf. Auf meine Frage, ob ich nun aussehe wie eine Inderin, sagte er ja. Mit der Antwort war ich glücklich und ich fühlte mich direkt wohler. Der große Tag konnte kommen.<br />
Freitag Morgen. Weißer Salwar, roter Kameez mit Stickereien und blaue Dupatta (die richtigen Artikel kenne ich nicht, ich habe bisher nur englische Beschreibungen gelesen <img src='http://www.happykerky.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  ) angezogen und ab zur Arbeit. Das erste Mädel, das mir auf dem Flur im Seepz entgegenkam, sagte schon &#8220;You look pretty today!&#8221; Im Laufe des Tages kamen eine Menge Kollegen zu meinem Schreibtisch und sagten, dass ihnen mein Outfit gefällt. Andere beschränkten sich auf eine Email oder eine Nachricht im Chat. Aber jeder war begeistert. Beim Mittagessen begrüßte mich einer mit zusammengelegten Händen und einem &#8220;Namaste!&#8221; Ich überlegte noch, ob ich auf die gleiche Weise antworten soll&#8230; Naja, beim nächsten Mal.<br />
Einige meinten, sie würden mich gerne im Sari sehen. Ich habe einen, ja; aber ob ich den tragen würde in aller Öffentlichkeit ist eine ganz andere Frage&#8230; Seema meinte sogar, ich sollte mir dann auch ein Bhindi zulegen, also den Punkt auf der Stirn. Das könnte ich mir mal gar nicht vorstellen. Ich glaube, die Leute würden denken, ich habe ein Rad ab. Sie ist da völlig anderer Meinung. Sie meint, das würde ganz toll aussehen, und ich soll es doch mal nächsten Freitag, zusammen mit dem Sari, probieren. Dann ist eine Feier von der Firma&#8230; Sie würde auch einen Sari tragen, wenn ich einen trage. Toll. </p>
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		<title>Indische Musik</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 07:44:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happykerky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich habe ich ein tolles Spiel im Internet gefunden: Klick mich! Dort kann man super eigene indische Musik komponieren. Wenn wir mit der Riksha fahren, freuen wir uns immer, wenn Lautsprecher innen eingebaut sind. Es gibt nichts Tolleres, als mit exotischen Klängen durch eine exotische Stadt zu fahren. Ich würde sagen, meistens ist es traditionelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich habe ich ein tolles Spiel im Internet gefunden: <a href="http://www.langeneggers.ch/Spiele_d/Indian/indian.htm">Klick mich!</a><br />
Dort kann man super eigene indische Musik komponieren.<br />
Wenn wir mit der Riksha fahren, freuen wir uns immer, wenn Lautsprecher innen eingebaut sind. Es gibt nichts Tolleres, als mit exotischen Klängen durch eine exotische Stadt zu fahren. Ich würde sagen, meistens ist es traditionelle Musik gemischt mit Pop. Dieses Wochenende werde ich mich mal in einen Musikladen begeben, um ein oder zwei CD’s zu kaufen. Ich habe extra gefragt, wo man direkt mal reinhören kann, damit ich nicht die Katze im Sack kaufen muss. Indische Musik gefällt mir sehr. Ich denke, man kann auch super dazu tanzen, ist aber halt nix zum Mitsingen, weil man die Sprache nicht versteht. Bei meinem neuen Kochbuch ist eine CD dabei, mit traditionellen Stücken, bei denen man nicht genau weiß ob sie einem gefällt oder nicht. Aber für einen indischen Abend mit nem leckeren Essen und so muss sowas sicher auch sein. </p>
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		<title>Reisen in Mumbai</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 18:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happykerky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Reisen in Mumbai ist, wie man es dreht und wendet, ein Abenteuer. Egal, ob man mit einer Riksha, dem Bus oder mit dem Zug fährt, als Europäer hat man Angst um Leib und Leben &#8211; oder man lacht sich kaputt. Hat jemand von euch schonmal versucht, in einer Riksha sich den Weg zu notieren? Nein? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Reisen in Mumbai ist, wie man es dreht und wendet, ein Abenteuer. Egal, ob man mit einer Riksha, dem Bus oder mit dem Zug fährt, als Europäer hat man Angst um Leib und Leben &#8211; oder man lacht sich kaputt. Hat jemand von euch schonmal versucht, in einer Riksha sich den Weg zu notieren? Nein? Ich schon. Und ich dachte ich hätte eine schöne Handschrift. Die Riksha buckelt wie ein Wildpferd auf vielen Straßen in Mumbai. Man sollte auch nicht die Tasche öffnen während der Fahrt, mit Pech könnte es sein, dass der Inhalt auf die Straße fällt. Und bei Regen könnte es sein, dass man von oben bis unten klatschnass wird, weil ein anderes Auto neben der Riksha durch eins der tiefen Löcher in der Straße fährt. Igitt, aber alles schon passiert. Blöd, wenn man grad auf dem Weg zum Büro ist. </p>
<p><img src="http://img95.imageshack.us/img95/3496/1000273rz2.jpg" alt="Eine Riksha von innen" /></p>
<p>Aber man sollte nicht meckern, man sollte froh sein, überhaupt eine Riksha erwischt zu haben. Heute zum Beispiel haben wir eine halbe Stunde gewartet, bis eine Riksha bereit war, uns zum Büro zu fahren. Viele hatten einfach die Fahrt verweigert, weil die Strecke ihrer Meinung nach zu kurz ist. Laut Tageszeitung können solche Leute zu 100 Rupien Strafe verdonnert werden und sogar den Führerschein abgenommen kriegen. Manchmal wünsche ich mir einen Polizisten vor meinem Apartment. Aber in Indien ist es ja sowieso egal, ob man pünktlich ist oder nicht. Man sollte allerdings darauf achten, dass das Taxometer (&#8220;Meter&#8221;) angestellt ist, und bei vorgeschlagenen Festpreisen immer nein sagen. Die sind nämlich immer (!) Wucher. Touristen werden halt gerne verarscht, aber die lieben Rikshafahrer haben nicht mit uns gerechnet. Sie wurden schon schallend von uns ausgelacht. Pech!</p>
<p>Am Wochenende haben wir uns an das nächste Abenteuer herangetraut, nämlich Zug fahren. Ihr kennt das sicher, schlimme Videos auf Youtube mit halb zerquetschten Leuten.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/MLqw7gj7mkM&#038;hl=en&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/MLqw7gj7mkM&#038;hl=en&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Naja, es war Sonntag, und es war nicht ganz so schlimm. Zur Rushhour würde ich sicher nicht mit dem Zug fahren wollen. Ich würde wahrscheinlich gar nicht erst die Treppe erreichen. </p>
<p><img src="http://img79.imageshack.us/img79/6250/1000262tn5.jpg" alt="Bahnhof" /></p>
<p>Das Problem an der Sache mit dem Ein- und Aussteigen ist der, dass der Zug nur 30 Sekunden hält, egal an welchem Bahnhof. Es will natürlich jeder Hinein und vor allem Hinaus. Aus diesem Grund gibt es getrennte Abteile für Männer und Frauen, damit die lieben Mädels auch eine Chance haben, ihr Ziel zu erreichen. Trotzdem hatte ich ein ungutes Gefühl. </p>
<p>Der Zug kam, mit offenen Türen. Die Leute hängten sich an die Haltestangen im Zug, so dass sie mit dem Oberkörper schon draußen waren, damit sie die ersten sind, die raus können. Ich wurde an die Hand genommen und quasi in den Zug hineingezogen. Wir blieben an der offenen Tür stehen, da wir nur zwei Stationen fahren würden. Wir würden sonst nicht herauskommen. Ich musste mich an einer Stange, zwanzig Zentimeter über mir, festhalten. </p>
<p><img src="http://img180.imageshack.us/img180/9867/1000271eg7.jpg" alt="Offene Tür im Zug" /></p>
<p>Eine Frau mir gegenüber, vollständig in schwarz gekleidet (man konnte nur die Augen sehen), kicherte, als sie mich sah, und ich grinste gequält. Die Reise war sehr aufregend, der Zug rüttelte und fuhr (meiner Meinung nach) ziemlich schnell. Ventilatoren hingen von der Decke, aber es waren solche, die man normalerweise auf den Tisch stellt, keine klassischen Deckenventilatoren. Mir war trotzdem heiß und ich schwitzte, wahrscheinlich auch vor Aufregung. Leute stiegen ein und aus und schubsten mich dabei aus Versehen. </p>
<p>Dann kam unsere Station und ich hielt unwillkürlich die Luft an. Denk dran, Ellbogen raus! Ich bin eigentlich kein Freund von körperlicher Gewalt&#8230; Bis eine alte Frau auf den Zug sprang und auf Hindi fluchte, schubste und versuchte an uns vorbeizukommen. Ich nahm allen meinen Mut zusammen und sprang, auf niemanden achtend, aus dem Zug. Als ich kapiert hatte, dass ich es geschafft habe, war der Zug auch schon weitergefahren.</p>
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		<title>Fernsehen</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 04:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happykerky</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittlerweile habe ich den Fernseher ausgesteckt. Nichts gegen TV, aber ich brauchte die Steckdose für meinen Laptop. Ich hoffe, dass sich nicht aus Versehen die Sender verstellen. Ich könnte sie nicht wieder herstellen, da ich die Reihenfolge nicht nachvollziehen kann. Was weiß man über indisches Fernsehen? Außer Bollywood? Na? Genau. Nämlich nichts. Höchstens durch Bombay [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mittlerweile habe ich den Fernseher ausgesteckt. Nichts gegen TV, aber ich brauchte die Steckdose für meinen Laptop. Ich hoffe, dass sich nicht aus Versehen die Sender verstellen. Ich könnte sie nicht wieder herstellen, da ich die Reihenfolge nicht nachvollziehen kann.<br />
Was weiß man über indisches Fernsehen? Außer Bollywood? Na? Genau. Nämlich nichts. Höchstens durch Bombay TV ( http://www.grapheine.com/bombaytv/index-uk.php ) ein paar Sequenzen von seltsamen Filmen die man überhaupt nicht versteht und deshalb unsinnig untertiteln kann. Nur etwas für Kreative!<br />
Natürlich gehört auch zu einem Trip nach Indien einmal Durchzappen durchs Fernsehprogramm, vergeblich versuchend, die Sender aus der Tageszeitung (Hindustan Times, gibt’s jeden Tag gratis zum Frühstück) den tatsächlichen Sendern im TV zuzuordnen. Aber ich muss sagen, es lohnt sich nur bedingt. 98% des Fernsehprogramms ist in Hindi, nur eine Nachrichtensendung ist auf Englisch. Ich hatte gehofft, US-Filme auf Englisch (mit Hindi-Untertiteln) zu sehen, aber bisher hatte ich kein Glück. Ich habe allerdings auch nur halbherzig gesucht. Kurzweilig war dagegen das Musikfernsehen. Kitschige Videos, wie man sie sich durchaus auch als Durchschnittseuropäer in Indien vorstellen könnte. Man wird nicht enttäuscht. Es geht wie immer um Männlein und Weiblein, die sich am Ende kriegen oder auch nicht. Dazu braucht man kein Hindi verstehen. Irgendwie sind wir ja doch alle gleich.</p>
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		<item>
		<title>Die ersten Eindruecke</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 04:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happykerky</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bevor ich nach Indien flog, sagte jemand zu mir, ich weiß gar nicht mehr wer es war, „Du wirst Indien hassen. Aber wenn du eine Weile nicht mehr dort warst, nach einem halben oder ganzen Jahr, wirst du dich danach zurücksehnen“. Ich glaube, ich weiß was er meint. Indien ist seltsam, man fühlt sich ständig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor ich nach Indien flog, sagte jemand zu mir, ich weiß gar nicht mehr wer es war, „Du wirst Indien hassen. Aber wenn du eine Weile nicht mehr dort warst, nach einem halben oder ganzen Jahr, wirst du dich danach zurücksehnen“. Ich glaube, ich weiß was er meint. Indien ist seltsam, man fühlt sich ständig wegen der eigenen Hautfarbe beobachtet (Riksha-Fahrer halten an und wenden sogar, wenn sie meinen Kollegen und mich an der Straße sehen, auch bei einem ganz normalen Spaziergang, in der Hoffnung, uns irgendwohin kutschieren zu können), das Essen, die Luft, die kaputten Straßen und die wilden Hunde, der unmenschliche Verkehr, die Sprachen (die eine die man sowieso nicht versteht und die andere, die man auch nicht versteht weil sie seltsam ausgesprochen wird), all das sind Dinge, die man bestimmt vermissen wird, wenn man wieder zurückkommt ins „langweilige“ Deutschland. Indien und seine Bewohner haben ihren ganz eigenen Reiz. Sie sind freundlich und zuvorkommend, sagen immer ja (auch wenn sie nichts verstanden haben) und sind sehr neugierig. Auf der anderen Seite weiß man nicht, wie man ihnen begegnen soll. Gibt man nun die Hand? Macht man gar nichts? Ich habe mich bisher immer daran gehalten, wie sie mit mir umgehen, wenn sie mir die Hand geben wollen gebe ich sie ihnen auch, wenn nicht, dann halt nicht. Ich bin etwas unsicher, ob das okay ist, oder ob ich tatsächlich wie zum Gebet die Hände aneinander legen soll. Ich fürchte, das sieht albern aus. Mein Kollege sprach heute das aus, was ich mir schon länger durch den Kopf gehen ließ, „Ich frage mich, ob deutsche Firmen genauso zuvorkommend wären, wenn jemand aus einem fremden Land herkommt. Wir kriegen überall Hilfe und Unterstützung, wenn wir Probleme haben.“ Da hat er allerdings Recht. Jeder erkundigt sich, ob es uns gut geht, und wenn irgendwas fehlt, kümmern sich die Leute direkt selbst darum. Wir stehen dem Ganzen etwas hilflos gegenüber, und hoffen, dass wir bald selbständiger werden. Ab nächster Woche werden wir versuchen, mit einem Tuktuk (Riksha) zur Arbeit zu fahren. Wir sollen uns diese Woche den Weg dorthin einprägen, um gegebenenfalls dem Fahrer Anweisungen geben zu können, falls er in die falsche Richtung fährt.</p>
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		<title>1. Tag, spaeter</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 04:03:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Happykerky</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Am späten Nachmittag holte uns unser Projektmanager ab, damit wir Wasser kaufen und unsere Eltern anrufen konnten. Später gingen wir essen. Der Projektmanager und seine Frau fragten, was wir gerne essen. Ich würde gerne indisches Essen probieren, ich hätte nur etwas gegen Kokos. Die beiden waren Vegetarier, also aß auch ich vegetarisch an dem Abend. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am späten Nachmittag holte uns unser Projektmanager ab, damit wir Wasser kaufen und unsere Eltern anrufen konnten. Später gingen wir essen. Der Projektmanager und seine Frau fragten, was wir gerne essen. Ich würde gerne indisches Essen probieren, ich hätte nur etwas gegen Kokos. Die beiden waren Vegetarier, also aß auch ich vegetarisch an dem Abend. Es ist immer besser, das Gleiche zu nehmen wie der Gastgeber, wenn man die Speisen nicht kennt, dachte ich jedenfalls, und ich wurde nicht enttäuscht. Die beiden bestellten „not so spicy“, es war aber trotzdem sehr scharf. Es gab zwei „Gänge“, wenn man das so nennen kann, die Kellner gaben das Essen von einer Platte direkt auf unsere Teller, so dass man auch aussuchen konnte, was man haben möchte und was lieber nicht. Es waren verschiedene angemachte Gemüsesorten wie Blumenkohl und Kartoffeln sowie Hüttenkäse und Pilze im ersten Gang. Dazu gab es ein grünes Chutney, die Frau nannte es so, ich weiß nicht was darin ist. Dieses Chutney war scharf, aber angenehm. Nur an manchen Stellen wurde wohl nicht so gut umgerührt, ich hätte Feuer spucken können. Der zweite Gang bestand aus verschiedenen Breisorten. Das Nationalgericht „Dal“, also Kichererbsenbrei, dann Hüttenkäse mit einer hellen Sauce (das fand ich besonders lecker), und Spinat mit kleinen Maiskölbchen gemischt. Diese Gerichte essen Inder mit den Händen, das heißt, es gibt flaches Brot dazu, „Naan“, das man mit der rechten Hand in Stücke reißt (so sehr ich mich bemühte, ich schaffte es nicht mit einer Hand, vielleicht lag es daran, dass ich Linkshänder bin?) und damit die Breisorten aufnimmt. Unsere Gastgeber sagten zwar, wir könnten auch gerne mit Gabel und Löffel essen, aber was sich so gehört, wird auch so gemacht. Sie kicherten zwar albern, weil ich mich nicht so geschickt anstellte, aber ich glaube ihnen gefiel, dass ich es wenigstens versuche. Meinem Kollegen gelang es besser, weil er diese Art zu essen von seinem Vater kannte, der eine Zeit in Afrika gelebt hatte. Es hat mir sehr gefallen. Das Dal war mir zu scharf, da musste ich leider nach ein paar Brotstücken passen (ich war froh, dass meine Gastgeberin auch sagte, dass es ihr etwas zu scharf war!), aber es war alles sehr lecker, und ich wurde mehr als satt. Ich wunderte mich etwas, wie viel Leute essen können, die so schlank sind wie die (meisten) Inder. Was mich auch wunderte war, dass meine Gastgeber zu dem Essen heißes Wasser tranken. Keinen Tee, sondern heißes Wasser. Ich fragte allerdings nicht danach. Nach dem Essen bekam jeder ein kleines Schälchen mit warmem Wasser, in dem ein Stück Limette schwamm. Ich ließ mir von der Gastgeberin zeigen, wie man es benutzt. Die Fingerspitzen werden in das Wasser gehalten, und mit den Fingerspitzen „zerbröselt“ man die Limette, um die Hände zu säubern. Der Geruch ist toll.<br />
Beim Hinausgehen wurde uns Munquas (oder so ähnlich) angeboten, das so ähnlich aussieht wie Kaninchenfutter, also kleine Körner von verschiedenen Getreiden. Man nimmt einen Teelöffel davon in die Hand und knabbert es. Es schmeckt ein bisschen minzig, was man von Kaninchenfutter nicht erwarten würde. Es gab auch andere Sorten, Pfefferminzbonbons und dunkelgraue Kugeln mit puderzuckerartigem Mehl darauf. Diese Kugeln wurden mir empfohlen, also probierte ich auch diese. Die Konsistenz war in etwa die einer gekochten Erbse, vielleicht etwas härter. Der Geschmack war seltsam und ich verzog das Gesicht, was die Umstehenden zu herzlichem Gelächter verführte. Ich war etwas beschämt, ich hätte nicht zeigen sollen, dass ich nicht so begeistert bin von dieser Spezialität. Mein Projektmanager fragte mich sogar, ob ich es ausspucken möchte. Da hatte ich es längst heruntergeschluckt hatte und es eigentlich nicht so schlimm war wie mein Gesichtsausdruck offensichtlich vermuten ließ, erklärte ich ihm, dass es nur fremdartig geschmeckt hat. Ich hoffe, dass ich nicht einen schlechten Eindruck hinterlasse. </p>
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