Endlich darf ich euch verraten …

Handarbeiten Keine Kommentare »

… um welches Projekt es sich handelte, von dem ich bereits in meinen Skype-Nachrichten erzählt habe. Ich hoffe, ich habe einige Leute neugierig gemacht 😉 Jedenfalls ist es mein bisher größtes Nähprojekt und sollte – Premiere! – ein Geschenk sein. Und zwar für ein süßes kleines Mädchen, ein bisschen älter als ein Jahr alt – ja, in dem Alter ist man noch nicht so kritisch, so die Theorie 😀 Meinem Empfinden nach ist die Decke auch prima angekommen – hm, im Nachhinein hätte ich vielleicht auch erwähnen sollen, dass man die Decke eventuell sogar auf 30°C waschen kann – aber eine Garantie habe ich natürlich nicht. Ich habe jedenfalls ganz brav zuerst die Stoffe per Hand gewaschen (muah, das geht in die Arme, ich sags euch, und dann in so einem kleinen Waschbecken, ich flipp aus), und sogar gebügelt. Oh ja, ich habe keine Mühen gescheut. 🙂

Und dann gings auch schon los – Achtung, Bilder! (Ich weiß, ihr steht auf sowas *gnihihi* Pic or it didn’t happen, ihr habt Recht 🙂 ).

Los gings mit einem etwas unscheinbaren Stoffhaufen. Der sah nicht immer so aus, das waren mal Stücke von 1m x 40cm bzw. 1,50m x 1,50m. Geschrumpft auf 16x16cm. Jippi! Da raucht der Rollschneider. Ja, ich habs mir relativ einfach gemacht und habe das Quiltlineal und den Rollschneider verwendet, teilweise war der Stoff vierlagig… Ende vom Lied war, dass ich einige hübsche Fastquadrate wegwerfen durfte. Aber ihr kennt mich ja, wenns zu lange dauert langweile ich mich schnell und verlier die Lust. Also ist kämpfen angesagt!

Nach einiger Zeit habe ich dann immer zehn Quadrate an einer Seite zusammengenäht, so dass ich 13 (? ich glaub ja, bin mir aber nicht sicher) laaaaange Stoffstreifen bekam. Ich hielt immer zwei nebeneinander und… passte nicht. Also habe ich einige Nähte wieder geöffnet und nochmal zusammengenäht, diesmal mit Lineal und Bleistiftzeichnung. Für die ganz Blöden unter uns. Dann habe ich alle 13 Stoffstreifen aneinandergenäht… Zum Schluss sah das Ganze dann so aus:

Sowas nennt sich schon Patchwork. Ganz viele Stoffteile aneinandergenäht. Klar soweit? Gleich kommt der Untschied zu einem Quilt, also aufpassen!

Jetzt hatte ich also einen hübsch bunt zusammengenähten Stoff, ich bin dann nochmal zum Stoffladen gedüst (der in Krefeld liegt ganz malerisch mitten im Feld, sehr schön! Wetter war auch klasse- nur ging das Wochenende für die Handarbeiten drauf, und grad da wars ausnahmsweise warm… Aber ich schweife ab…) und habe einen weiteren Stoff gekauft, in Creme, 1,50m x 2m. Vlies hatte ich auch schon, ebenfalls 1,50m x 2m. Ihr ahnt was jetzt kommt? Rischtisch. Hamburgermäßig (zum Vergleich: das Folgende ist ein Hamburger:)

… habe ich dann den bunten Stoff, das Vlies und den Cremestoff aneinandergenäht. Der bunte Stoff ist die obere Brötchenhälfte, der cremefarbene Stoff ist die untere Brötchenhälfte, und mittendrin ist ein dickes Vlies, quasi das Fleisch in schmeckt-nicht. Ihr fragt euch jetzt bestimmt: Hä? Was will die?! Hier mal in Bildern:

Vorder- und Rückseite des Quilts

Detailaufnahme des Rands

 

Sowas nennt man einen Quilt. Wenn man nämlich mehrere Schichten Stoff, meist mit Vlies, aufeinander näht, so dass kleinere „Kissen“ entstehen. Quilten kann man, muss man aber nicht mit Patchwork verbinden. Quilten ist im Grunde das Nähen mit Ziernähten. Ich habe leider unterschätzt, wie dick der Stoff wird, wenn man ein Vlies darunternäht. Ihr könnt euch sicher vorstellen, was passiert, wenn man mitten auf der Decke eine Naht komplett durchnähen muss. In den Nählehrbüchern steht, man soll den Stoff an einer Seite aufrollen, damit er unter die Nähmaschine passt. Haha. Quetsch, quetsch, zieh, in der Hoffnung, dass die Naht trotzdem gerade wird 🙂

Doch auch das war irgendwann erledigt, und nun sollte nur noch der Rand folgen. Nein, nicht mit Schrägband, ich wollte unbedingt einen passenden Rand. Also stinknormalen Stoff genommen, in Streifen geschnitten, an der kurzen Seite aneinandergenäht und dann rundum an die Decke genäht. Natürlich umgestülpt, damits einigermaßen aussieht. Und das ist das Ergebnis:

Ich danke allen, die mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben, allen voran meinen lieben Kolleginnen und Kollegen, die mich in jeglichen Entscheidungen geholfen haben, und mich auch zum Stoffladen gekarrt haben (wir können mit Stolz sagen, wir sind seeeehr spontan, ja ich meine dich 😉 ), meiner Mama und Digi, und ganz besonders den Mädels aus dem Handarbeitsthread im Katzenforum, für konstruktive Kritik und jedes Lob (ich fühl mich so gebauchpinselt 🙂 ), und natürlich Phil, der mich immer unterstützt und mich tritt, wenn ich nicht weitermachen mag. Macht nur weiter so, das nächste Projekt kommt bestimmt 😀

Ich hoffe, sie gefällt euch und inspiriert euch dazu, auch mal so etwas zu probieren 🙂

WP Theme & Icons by N.Design Studio. Indified by IndiBlogger.in.Translated into German by David Sallge.
RSS-Feed zu den Einträgen RSS-Feed zu den Kommentaren Anmelden