Gestern habe ich in einer ruhigen Minute einen Zeitungsartikel über das Burnout-Syndrom gelesen. Das Burnout-Syndrom ist das Gefühl, vor lauter Stress völlig ausgebrannt zu sein. Ich kann mir eigentlich gar nicht vorstellen, wie das wohl sein muss. Klar, Stress hat man schonmal auf der Arbeit, Überstunden gibt es auch, aber das Gefühl “ausgebrannt” zu sein, das kenne ich nicht. Woran erkenne ich denn, ob ich dieses Syndrom habe? Der Artikel besagt, man schläft schlecht, man ist erschöpft, und irgendwann kommt es zu einem Leistungsabfall. Da gab es noch mehr Dinge, die aufgezählt wurden. Seltsamerweise trafen fast alle Dinge auf mich zu, einige mehr, andere weniger. Aber geht das nicht allen so? Ich bin eigentlich ziemlich fröhlich und freue mich meines Lebens, und bin vor allem froh, eine so gute Arbeit zu haben. Am Wochenende habe ich frei, was viele Leute nicht von sich behaupten können.
Neulich im Fernsehen wurde ein Mann gezeigt, der in einem Lebensmitteldiscounter arbeitete. Dieser Mann musste jeden Tag 17 Stunden arbeiten und bekam die meisten Stunden nicht bezahlt. Dieser Mann hat Frau und Kind und kommt erst um 21.00 Uhr nach Hause. Ich denke, dass dieser arme Mann ein Burn-Out-Kandidat ist. Das kann auf Dauer nicht gutgehen.
Er ist leider kein Einzelfall. Im besagten Zeitungsartikel steht, dass das Risiko eines Burn-Out-Syndroms heutzutage erhöht sei, durch die Wirtschaftskrise. Auch durch gute Arbeit könne man sich nicht sicher sein, seinen Job zu behalten. Aus diesem Grund gehen die Leute an ihre Leistungsgrenze – und auch darüber hinaus.
Wer sich nicht gut fühlt, sollte auf seinen Körper und seine Seele hören, rausgehen, sich entspannen, einfach mal nicht an die Arbeit denken. Das ist natürlich schwierig, wenn man so von seiner Arbeit eingenommen ist. Wer wirklich meint, es geht nicht mehr, sollte eine Kur beantragen, so steht es in diesem Artikel, um dem Alltagsleben zu entfliehen.
Ich bin eigentlich ein ziemlicher Stubenhocker, aber nachdem ich diesen Artikel gelesen habe, bin ich spazieren gegangen. Das Wetter war toll und ich fühlte mich direkt besser – so ein Zeitungsartikel macht irgendwie schlechte Laune.
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