2. Tag

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Ich hatte gut geschlafen und war schon vor 8 Uhr Ortszeit wach. Ich war überrascht, wie schnell sich mein Körper auf die neuen Uhrzeiten einstellen kann. Vielleicht lag es auch daran, dass ich die Nächte davor nicht viel Schlaf abbekommen hatte, so nach dem Motto „Egal, wann ich Schlaf bekomme – Hauptsache ich bekomme überhaupt welchen!“. Zum Frühstück bestellte ich mir Kaffee (ich musste am Tag zuvor feststellen, dass der Tee überhaupt nicht meinen Vorstellungen entsprach und mir widerlich schmeckte), Toast mit Butter und Marmelade. Die Marmelade war unmenschlich süß, und ich konnte nicht herausfinden, um welche Sorte es sich handelte. Ich würde am nächsten Tag ein anderes Frühstück bestellen, Zeit habe ich genug, die Karte rauf und runter zu probieren. Es stellte sich nämlich heraus, dass ich die ganzen zwei Monate dieses Apartment behalten würde. Wir fragten den Mann an der Rezeption, ob wir Internet bekommen könnten. Ich habe mich immer noch nicht an das Hinglisch gewöhnt, die seltsame Variante von Englisch, die sie hier sprechen (die überall auf der Welt sehr unterhaltsam parodiert wird), aber offenbar ist es durchaus möglich, Internet zu bekommen, wir würden am Abend erfahren, wie teuer es wird. Mir ist im Grunde egal, wie teuer, Hauptsache ich habe die Möglichkeit, meine Familie und Freunde zu erreichen und endlich diesen Blog zu veröffentlichen. Es könnte ja doch sein, dass ihn jemand lesen möchte. Es besteht sogar die Möglichkeit, eine Kochplatte zu bekommen, für 500 Rupien (ca. 10 Euro), so lange, bis die Gasflasche leer ist. Es ist auf jeden Fall eine Option, selbst zu kochen. Wir können die Menükarten der Restaurants und vor allem die des Apartments nicht lesen (mein Hindi-Wörterbuch hilft leider nur bedingt), und es macht sicher Spaß, sich selbst etwas aus der unendlichen Vielfalt an Linsen, Reis, unbekannten Körnern usw. zu kochen. Vielleicht finden wir sogar ein Kochbuch, oder irgendwas Bekanntes unter dem Unbekannten. Wir haben auch endlich Geld gewechselt. Wie zu erwarten war, platzt mein Portemonnaie aus allen Nähten, ich habe 300 US-Dollar gewechselt. Ich weiß nicht, wann ich das nächste Mal Geld bekommen kann, deswegen soviel. Ich möchte damit erstmal die ersten Tage und Wochen ohne Probleme auskommen.

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